DMS oder ERP? PAPERLESS-SOLUTIONS zeigt, welches System passt und wie Sie mit der richtigen Kombination Ihre Prozesse optimal digitalisieren.
Je größer das Unternehmen wird, desto mehr Verantwortung trägt es für wachsende Dokumentenmengen. Schnell stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen diese Dokumente zielgerichtet verwalten und ihre Abläufe gleichzeitig optimieren? Die Einführung eines DMS- oder ERP-Systems ist die Lösung, nur welches? Ein DMS konzentriert sich auf die digitale Dokumentenverwaltung, ein ERP auf die Steuerung und Vernetzung aller Unternehmensprozesse. Ziel dieses Artikels ist es, Unternehmen eine klare Orientierung zu bieten und aufzuzeigen, wann ein DMS, ein ERP oder das Zusammenspiel beider Systeme sinnvoll ist.
ERP vs. DMS: Was ist was?
Ein DMS (Dokumentenmanagement-System) hilft dabei, Dokumente digital zu speichern und zu verwalten. Dateien lassen sich leicht finden, teilen und sicher aufbewahren. ERP (Enterprise Resource Planning) ist eine Software, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Abläufe besser zu organisieren und effizienter zu arbeiten. Sie verbindet verschiedene Bereiche wie Einkauf, Verkauf und Buchhaltung in einem System. Kurz gesagt: Ein DMS kümmert sich um die Dokumente, ein ERP organisiert das ganze Unternehmen.
ERP und DMS: Das ist der Unterschied
Um die Unterscheide beider Systeme zu verstehen, lohnt sich ein direkter Vergleich:
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Kriterium
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DMS
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ERP
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Primärer Zweck
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Verwaltung, Speicherung und Dokumentenorganisation; Verbesserung der Zusammenarbeit
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Optimierung und Steuerung aller Unternehmensprozesse; effiziente Nutzung von Ressourcen
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Hauptanwender
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Verwaltung, Projektteams, Rechtsabteilung, alle Nutzer von Dokumenten
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Buchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Produktion, Management
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Funktionsumfang
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Dokumente, Dateien, E-Mails; Versionierung, Zugriffskontrolle, Indexierung
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Zahlen, Prozesse, Bestände, Aufträge; Automatisierung von Geschäftsprozessen
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Automatisierung
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Automatisierte Workflows z. B. Freigaben, Benachrichtigungen, Indexierung
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Hoher Automatisierungsgrad bei Prozessen wie Buchungen, Bestellungen, Lagerverwaltung
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Integration
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Kann in ERP, E-Mail-Systeme und andere Plattformen integriert werden
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Muss mit Finanz-, Logistik- und ggf. CRM-Systemen zusammenarbeiten
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Anpassbarkeit
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Anpassbar an Dokumentenprozesse, Struktur und Zugriffsrechte
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Individuell auf Unternehmensprozesse zuschneidbar
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Zugriff/Zusammenarbeit
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Mehrere Nutzer können gleichzeitig Dokumente bearbeiten, teilen und versionieren
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Mehrere Abteilungen können auf zentrale Daten zugreifen; Prozesse laufen abteilungsübergreifend
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DMS, ERP, ECM, CRM und Co.: Welches System für welche Aufgabe?
Neben DMS und ERP existieren weitere Systeme wie CRM, ECM oder BPM, die sich in ihrem Fokus ergänzen und teilweise überschneiden:
- CRM (Customer Relationship Management): Eine Unternehmenssoftware, die den Kontakt zu Kunden organisiert und Vertriebs- sowie Marketingprozesse unterstützt.
- ECM (Enterprise Relationship Management): Ein übergeordnetes System, das alle Inhalte und Dokumente im Unternehmen verwaltet, oft inklusive DMS-Funktionen.
- BPM (Business Process Management): Systeme, die Geschäftsprozesse modellieren, steuern und optimieren.
💡 Der Unterschied zwischen DMS und ECM liegt vor allem im erweiterten Ansatz zur unternehmensweiten Informationsverwaltung beim ECM.
DMS und ERP-System – dasselbe, oder?
Wenn es um DMS- und ERP-Systeme geht, haben viele Unternehmen dieselbe Frage: Warum zwei Systeme, wenn beide ähnliche Funktionen haben? Und zum Teil stimmt das auch, denn ein ERP kann in bestimmten Bereichen Funktionen übernehmen, die sonst typisch für ein DMS wären. Typische Überschneidungen sind:
- Dokumentenarchivierung: Rechnungen, Lieferscheine oder Verträge werden direkt im ERP abgelegt.
- Versionierung: Änderungen an Dokumenten sind leicht nachzuverfolgen.
- Zugriffsrechte: Nur bestimmte Mitarbeiter dürfen bestimmte Dokumente sehen oder bearbeiten.
- Workflow-Unterstützung: Dokumentenbasierte Prozesse wie die Dokumentenfreigabe oder Genehmigungen lassen sich automatisieren.
- Suche und Abruf: Dokumente sind über Suchfunktionen wie die Volltextsuche schnell auffindbar.
Kurz gesagt: Ein ERP kann DMS-Funktionen integrieren, ist aber oft nicht so spezialisiert wie ein DMS, besonders wenn es um die umfangreiche Archivierung, komplexe Indexierung oder Zusammenarbeit geht.
ERP für Dokumentenmanagement – reicht das?
Obwohl ERP-Systeme grundlegende Dokumentenfunktionen bieten, reichen diese in vielen Fällen nicht aus, um alle Anforderungen an modernes Dokumentenmanagement abzudecken. Diese Lücken schließt dann das DMS gezielt. Typische Lücken sind hier:
- Eingeschränkte Archivierung: Langfristige, revisionssichere Speicherung von Dokumenten ist oft nicht vollständig gewährleistet.
- Schwache Versionskontrolle: Änderungen an Dokumenten lassen sich nur begrenzt nachvollziehen. Ein strukturierter Dokumentenmanagement-Workflow sorgt dafür, dass Dokumente automatisch durch definierte Freigabe- und Bearbeitungsschritte laufen.
- Begrenzte Dokumentensuche: Große Mengen an Dokumenten oder E-Mails lassen sich nicht schnell finden.
- Begrenzte Unterstützung verschiedener Dateitypen: Multimedia-Dateien oder komplexe Dokumente werden oft nur unzureichend verwaltet.
- Umständliche Zusammenarbeit: Die gemeinsame Zusammenarbeit an einem Dokument, Freigaben oder Kommentare sind oft nur eingeschränkt möglich.
- Sicherheits- und Compliance-Lücken: Sensible Daten lassen sich nicht immer granular schützen oder gesetzliche Vorgaben einhalten. Ohne gesetzeskonforme Ablage ist der Prozess nicht GoBD-konform.
Alles an einem Ort: Die Vorteile einer Integration
Ein DMS bringt vor allem eines: Ordnung und Übersicht in Ihre Dokumente. Die zentrale Datenverwaltung sorgt dafür, dass wichtige Unterlagen wie Finanzdokumente oder HR-Dokumente nicht mehr in Schubladen oder verstreuten Ordnern gesucht werden: Alles liegt digital in einem Unternehmensarchiv. Das spart Zeit und reduziert Papieraufwand, gleichzeitig verringert es auch die Fehlerquellen, die durch verlorene oder falsch abgelegte Dokumente entstehen können. Zusammengefasst sind das die Vorteile:
- Effizienzsteigerung durch zentrale Datenverwaltung: Alle Dokumente sind an einem Ort gespeichert. So hat jeder Mitarbeiter schnellen Zugriff und Arbeitsabläufe laufen reibungsloser.
- Reduzierung von Papieraufwand und Fehlerquellen: Weniger Papier bedeutet weniger Unordnung, weniger Verlust und weniger manuelle Fehler. Ein papierloses Büro bedeutet mehr Struktur bei der Arbeit.
- Schnellere Suche und Wiederauffindbarkeit von Dokumenten: Dokumente lassen sich dank Indexierung und Suchfunktionen in Sekunden wiederfinden.
- Compliance und rechtssichere Archivierung: Gesetze und Vorschriften werden eingehalten, elektronische Dokumente sind revisionssicher gespeichert.
- Integration in bestehende Geschäftsprozesse: Das DMS lässt sich in ERP-Systeme, E-Mails oder Freigabe-Workflows einbinden, was Abläufe effizienter und transparenter macht. Durch die Kombination von ERP und DMS-Schnittstellen lassen sich Medienbrüche beseitigen und Informationen nahtlos verarbeiten.
- Prozessautomatisierung: Ein typisches Einsatzgebiet ist die automatisierte Rechnungsverarbeitung im Rechnungsmanagement, bei der eingehende Rechnungen und Kosten durch automatisierte Kostenallokation direkt erfasst, geprüft und weitergeleitet werden.
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Brauche ich DMS, ERP oder beides?
Die Wahl zwischen einem ERP oder einem DMS für das eigene Unternehmen ist nicht leicht: Beide Systeme haben ihre Stärken, doch die richtige Wahl hängt stark von den eigenen Anforderungen ab. Anhand dieser Kriterien sollte sich eine Entscheidung finden lassen:
- Unternehmensgröße: Kleine Unternehmen kommen oft mit einem DMS aus, während mittelgroße und große Unternehmen zusätzlich von einem ERP profitieren.
- Dokumentenvolumen: Je mehr Dokumente und Daten verarbeitet werden müssen, desto eher lohnt sich ein integriertes ERP-System.
- Komplexität der Prozesse: Standardisierte oder einfache Abläufe lassen sich gut mit einem DMS abbilden; komplexe, abteilungsübergreifende, digitale Geschäftsprozesse erfordern ein ERP.
DMS und ERP-System: Vorteile und Nachteile beider Lösungen
Ist die Entscheidung erstmal getroffen, profitieren Unternehmen von klaren Vorteilen: Prozesse werden strukturierter, Informationen schneller verfügbar und Fehler reduziert. Beide Systeme glänzen auf ihre eigene Art und Weise:
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System
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Vorteile für Unternehmen
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Nachteile für Unternehmen
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DMS
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- Einfache Einführung und oft geringe Kosten
- Fokus auf effiziente Dokumentenverwaltung und Datenarchivierung
- Schnelles Finden und strukturiertes Ablegen von Dateien
- Automatisierung in der Industrie und anderen Branchen
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- Fokus liegt hauptsächlich auf Dokumenten, weniger auf Geschäftsprozessen
- Automatiserungsmöglichkeiten sind vorhanden, aber begrenzt im Vergleich zu ERP
- bei starkem Unternehmenswachstum ggf. ergänzende Systeme sinnvoll
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ERP
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- Einführung benötigt mehr Planung und Zeit
- Höherer Initialaufwand (z. B. Kosten und Schulung)
- Funktionsumfang kann anfangs unübersichtlich wirken
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Praxis im Unternehmen: Anwendungen von ERP und DMS auf dem Prüfstand
Der Blick in die Praxis zeigt, wie unterschiedlich die Anforderungen an DMS- und ERP-Systeme sein können. Diese Anwendungsfälle machen deutlich, vor welchen Herausforderungen Unternehmen stehen und welche Lösungen sich im Arbeitsalltag bewährt haben.
ERP und DMS: Ein Beispiel von Steel Service Krefeld
Die Referenzstory von Steel Service Krefeld GmbH zeigt, dass bei der Einführung eines digitalen Dokumentenmanagements vor allem zwei Aspekte entscheidend waren: der ortsunabhängige Zugriff auf Informationen und die Integration bestehender Systeme. Dadurch konnten Dokumente und Daten direkt aus dem Warenwirtschaftssystem in das DMS übertragen werden.
„Wir wollten ortsunabhängig auf alle Dokumente und Daten zugreifen können, das war die Ausgangsposition. […] Aus dem Warenwirtschaftssystem sollten zum Beispiel Dokumente direkt ins Dokumentenmanagement-System übertragen werden“.
ERP vs. DMS: Ein Beispiel des Genossenschaftsverbands
Wie aus der Referenzgeschichte des Genossenschaftsverbands hervorgeht, bestand das Ziel beim Genossenschaftsverband darin, Dokumente eng mit ERP-Kontakten zu verknüpfen und gleichzeitig unübersichtliche Windows-Ordnerstrukturen zu beseitigen. Heute sind Dokumente direkt im ERP‑System sichtbar und Projekte schneller bearbeitbar:
„Unsere Fachabteilungen haben die elektronisch zugegangenen Dokumente in einem Windows-Dateisystem abgelegt. Das hatte gewisse Nachteile. Manchmal mussten wir aus verschiedenen Ordnern die benötigten Dokumente zusammentragen. Heute sind die Daten der Kunden direkt mit dem Kontakt im ERP-System verknüpft: Wenn ich einen Kontakt aufrufe, sehe ich alle dazugehörigen Projekte. Dadurch haben wir mehr Zeit für unsere eigentliche Tätigkeit. Mit d.3ecm können wir mehr Projekte in kürzerer Zeit bearbeiten“.
DMS und ERP optimal nutzen: Ihr Angebot von PAPERLESS-SOLUTIONS
DMS und ERP ergänzen sich ideal: Während in einem DMS digitalisierte Dokumente abgelegt und archiviert werden, hilft ein ERP dabei, alle Unternehmensprozesse zu vernetzen und die Effizienz zu steigern. Die Praxis zeigt, dass Unternehmen durch die Integration beider Systeme schneller auf Informationen zugreifen und Abläufe transparenter gestalten können. Beispielsweise wird die Eingangsrechnungsverarbeitung in der Industrie durch die Kombination von DMS und ERP deutlich beschleunigt und besser nachvollziehbar. PAPERLESS-SOLUTIONS unterstützt Unternehmen dabei, eine individuelle Lösung zu implementieren, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. So profitieren Sie von den Vorteilen beider Systeme.
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