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Claim Management mit PAPERLESS-SOLUTIONS: Warum Reklamationsmanagement immer wichtiger wird

Geschrieben von PAPERLESS SOLUTIONS | 27.04.26 09:30

Reklamationen und Abweichungen lassen sich in komplexen Projekten kaum vermeiden. Umso wichtiger wird eine strukturierte und vollständige Dokumentation aller Vorgänge. Doch viele Unternehmen arbeiten noch mit manuellen Prozessen, die langsam, unübersichtlich und anfällig für Fehler sind. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, ihre Prozesse neu zu denken und sie für die digitalisierte Arbeitswelt zu optimieren. Der richtige Ansatz: Claim Management.

Was ist Claim Management? Definition zum Nachforderungsmanagement

Wenn in einem Projekt etwas anders läuft als ursprünglich vereinbart, wenn sich Termine verschieben, Kosten steigen oder sich Leitungen ändern, dann ist das eine Aufgabe für das Claim Management (auf Deutsch: „Nachforderungsmanagement“). Im Claim Management geht es dann darum, zusätzliche Anforderungen zu klären, durchzusetzen oder sie abzuwehren. Dabei wird fair geregelt, wer bei Änderungen im Projekt welche Mehrkosten oder Nachteile trägt.

Forderungsmanagement im Unternehmen: Typische Claims erklärt

Claims entstehen, wenn etwas nicht wie vereinbart funktioniert. Dann geht es darum, eine faire Lösung zwischen den Beteiligten zu finden. Claims, die typischerweise entstehen, sind:

  • Kundenreklamation: Ein Kunde beschwert sich, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht den Erwartungen entspricht. Ziel ist es, eine Lösung zu finden: Ersatz des Produktes, Reparatur oder Rückerstattung.
  • Lieferantenreklamation: Ein Unternehmen reklamiert bei seinem Lieferanten, wenn die gelieferte Ware fehlerhaft, unvollständig oder verspätet ist. Das Unternehmen fordert dann zum Beispiel Nachbesserung, Ersatz oder Preisnachlass.
  • Qualitätsclaims: Diese beziehen sich speziell auf Mängel in der Qualität, wenn zum Beispiel ein Bauteil nicht richtig funktioniert oder die vereinbarten Standards nicht erfüllt. Meistens treten solche Claims in der Produktion oder im technischen Bereich auf.
  • Garantieansprüche: Ein Gerät geht innerhalb der Garantiezeit kaputt. Der Kunde hat dann Anspruch auf kostenlose Reparatur, Austausch oder eine andere Lösung.

Warum Claim Management über Erfolg und Misserfolg entscheidet

Claim Management hat direkten Einfluss auf Geld, Beziehungen und Projekterfolg. Kein Wunder also, dass Auftraggeber sensibel reagieren, wenn plötzlich Mehrforderungen entstehen. Gleichzeitig kann es darüber entscheiden, ob ein Projekt Gewinn bringt oder Verluste verursacht: Es beeinflusst die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten und liefert wichtige Hinweise zur Qualität. Auch wenn es oft negativ wahrgenommen wird, ist Claim Management für Unternehmen unverzichtbar, um Projekte wirtschaftlich erfolgreich umzusetzen.

Nachtragsmanagement ohne System: Hier verlieren Unternehmen Zeit und Geld

Damit, dass ein Claim erhoben wird, ist es noch lang nicht getan. Claim Management läuft in vielen Unternehmen eher schlecht als recht. Fehlende Struktur, Übersicht und Automatisierung machen den Umgang mit Claims langsam, fehleranfällig und unübersichtlich. Häufig treten hier die Fehler auf:

E-Mail-Chaos

Viele Claims werden über E-Mails kommuniziert, oft an verschiedene Empfänger gleichzeitig. Dadurch gehen schnell mal wichtige Informationen verloren oder werden übersehen. Das erschwert die Nachverfolgung und sorgt für Unsicherheit im Projekt. Wenn Sie die Eingangspost digitalisieren, sind alle Dokumente sofort verfügbar. Außerdem sorgt ein digitales Postmanagement dafür, dass keine Informationen mehr verloren gehen.

Excel-Listen

Unternehmen führen Claims häufig in manuellen Tabellen. Diese sind fehleranfällig, unübersichtlich und kurzlebig. Zusätzlich kommt es schnell dazu, dass sich Einträge doppeln oder Daten schlichtweg fehlen. Das erschwert die Auswertung enorm.

Fehlende Transparenz

Oft hakt es an der Kommunikation. Beteiligte wissen nicht, welche Claims aktuell noch offen, in Bearbeitung oder schon abgeschlossen sind. Der Status ist unklar, Entscheidungen verzögern sich. Darunter leidet nicht nur das Vertrauen zwischen Auftraggeber und -nehmer, es sorgt auch für ein weiteres Problem:

Lange Bearbeitungszeiten

Ohne strukturierte Prozesse dauert es oft Wochen oder sogar Monate, bis ein Claim geprüft und entschieden wird. Diese Verzögerungen führen in erster Linie zu Frustration bei allen Beteiligten. Was viele außer Acht lassen: Auch die Kosten steigen. Mehr Zeit, mehr Mitarbeiter, mehr Ressourcen und zusätzliche Kosten für Maschinen oder Lagerung.

Nachforderungsmanagement: Der digitale Prozess einfach erklärt

Digitales Claim Management ist Teil eines effizienten Contract Lifecycle Management. Vom Eingang bis zum Abschluss strukturiert, beschleunigt und dokumentiert Claim Management den gesamten Prozess. Aufgrund von gewohnten Arbeitsweisen, klaren Standards oder fehlenden Ressourcen, fällt es vielen Unternehmen schwer, diesen umzusetzen. Anhand eines Fallbeispiels lässt sich der typische Prozess hinter digitalem Claim Management praxisnah abbilden:

Claim Management: Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen entdeckt beschädigte Bauteile bei der Anlieferung einer Anlage. Mitarbeiter erfassen den Claim digital, ordnen die passenden Dokumente zu und informieren die zuständigen Fach- und Entscheidungsträger automatisch. Fristen sind dabei ständig im Blick. Durch Ersatzlieferung oder ähnliche Lösungen wird der Fall geklärt und anschließend dokumentiert.

Claim Management durch Software? Vorteile modernder DMS-Lösungen mit PAPERLESS-SOLUTIONS

Auch wenn man selbst strukturiert vorgeht, kann Claim Management schnell mal unübersichtlich werden. Das muss aber nicht sein: Das DMS von PAPERLESS-SOLUTIONS sorgt hier für Transparenz, Struktur, Geschwindigkeit und rechtliche Sicherheit, ohne in Papierbergen zu verschwinden oder E-Mails zu verlieren. Die Vertragsmanagement-Software vereinfacht Claim Management erheblich. Durch diese Workflow-Management Vorteile glänzt das DMS ganz besonders:

Zentrale Dokumentenablage

Alle relevanten Unterlagen für digitales Vertragsmanagement, Fotos, Lieferscheine oder besagte E-Mails sind an einem einheitlichen Ort gespeichert und mit Schlagwörtern strukturiert. Dokumente lassen sich schnell finden und alle Beteiligten können jederzeit auf aktuelle und vollständige Informationen zugreifen.

Automatisierte Workflows

PAPERLESS-SOLUTIONS ermöglicht es, Bearbeitungsprozesse wie Prüfungen, Freigaben oder Benachrichtigungen automatisch abzubilden und auszuführen. Konkret bedeutet das: keine manuelle Nacharbeit mehr, Bearbeitungszeiten werden kürzer und Claims kommen schneller zur Entscheidung.

Vollständige Historie

Wer hat was wann geändert oder hochgeladen? Jede Änderung an einem Dokument wird automatisch protokolliert. Diese Dokumentenklassifizierung schafft Transparenz über den gesamten Claim-Prozess und erleichtert spätere Analysen oder Audit-Anforderungen.

Revisionssichere Archivierung

Dokumente sind so abgelegt, dass sie den Anforderungen von GoBD, DSGVO und anderen Vorgaben entsprechen. Dazu gehört auch die revisionssichere E-Mail-Archivierung für Nachweise. Das ist besonders wichtig, wenn Claims nach Jahren noch geprüft oder vor Dritten begründet werden müssen.

Bessere Zusammenarbeit

Da alle Beteiligten zentral auf dieselben Dokumente und Workflows zugreifen, verbessert sich die Kommunikation im Team deutlich. Alle arbeiten auf derselben Datenbasis: weniger Missverständnisse und mehr Effizienz.

Mehr Klarheit von Anfang an: Ihr Projekt-Guide von PAPERLESS-SOLUTIONS

Lernen Sie, wie Sie Claims von Anfang an vermeiden und Ihre Projekte reibungslos steuern. Vermeiden Sie doofe Überraschungen: Hier geht’s zum Whitepaper: Projektguide Vertragsmanagement von PAPERLESS-SOLUTONS.

Prozesse, die wirklich funktionieren: Best Practices für erfolgreiches Claim Management

Abweichungen und Veränderungen können passieren. Sie sind selten einzuschätzen und kommen, wenn man sie am wenigsten braucht. Um Claims souverän zu begegnen, braucht es also mehr als nur eine Idee zur Strategie. Diese Best Practices helfen Unternehmen dabei, ihr Claim Management erfolgreich umzusetzen:

  1. Klare Prozesse: Definierte Abläufe sorgen dafür, dass Claims strukturiert erfasst, geprüft und bearbeitet werden. So vermeiden Unternehmen Chaos und stellen sicher, dass keine Forderung untergeht.
  2. Standardisierte Workflows: Einheitliche Vorgehensweisen helfen, Claims effizient und nachvollziehbar zu bearbeiten. Das reduziert Fehler und sorgt für schnellere Entscheidungen.
  3. Digitale Dokumentation: Eine lückenlose und zentrale Dokumentation aller Änderungen, Vereinbarungen und Nachweise ist entscheidend. Sie dient als Beweisgrundlage und schützt vor späteren Streitigkeiten.
  4. KPI-Monitoring: Kennzahlen wie Bearbeitungsdauer oder Erfolgsquote machen das Claim Management messbar. Unternehmen erkennen so Schwachstellen und können ihre Prozesse gezielt verbessern.

Insgesamt gilt: Eine saubere Vertragsgestaltung, frühzeitige Kommunikation bei Abweichungen und eine gründliche Dokumentation aller Änderungen sind entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und Claims erfolgreich durchzusetzen.

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